Göring-Eckardt wirbt in Marburg für mehr Gerechtigkeit

Foto: Andreas Schmidt

Was in Deutschland und im Landkreis Gerechtigkeit bedeutet war zentrales Thema des Abends, der von Dr. Karsten McGovern moderiert und eingeleitet wurde. Der Kandidat für die in diesem Jahr ebenfalls stattfindende Landratswahl und bisherige stellvertretende Landrat wies darauf hin, dass eine gute Sozialpolitik im Landkreis Kindern bessere Startchancen bringt, die Armut von Kindern reduziert, für beste Vermittlungsergebnisse in Arbeit sorgt und auch im Alter positive Lebensperspektiven bieten kann.

Erfolgreiche Projekte seien hier die Aufsuchende Elternschule in Stadtallendorf, das Projekt Menschenskind oder das Kompetenzzentrum Kind und Karriere (KuK) des Kreisjobcenters. Sein Ziel sei es, dass der Landkreis weiterhin erfolgreich für soziale Gerechtigkeit sorge.

Kathrin Göring-Eckardt griff die Thematik der Gerechtigkeit auf und führte zahlreiche „Gerechtigkeitsbaustellen“ in Deutschland auf. Diese gelte es anzupacken und einer gerechten und solidarischen Lösung zuzuführen, damit die Schere zwischen arm und reich nicht weiter auseinanderdrifte. Katrin Göring-Eckardt plädierte für eine Umverteilung des Reichtums u.a. durch die Einführung einer Vermögensabgabe oder einer gerechteren Erbschaftsbesteuerung. Außerdem verwies sie auf die Generationengerechtigkeit, die uns verpflichte auch an die künftige Generationen zu denken.

In ihrem rund 45 Minuten dauernden Redebeitrag sprach Göring-Eckardt in ihrer sehr überzeugenden Art Themen wie Massentierhaltung, Gleichstellung, Frauenquote, Mindestlohn, Generationengerechtigkeit, BürgerInnenbeteiligung und selbstverständlich auch den Klimawandel und die Energiewende an. Im Anschluss beantwortete sie noch zahlreiche Fragen des sehr interessierten Publikums. Die Veranstaltung fand ihren Abschluss bei informellen Gesprächen der Gäste im Foyer des TTZ.

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die für die kommenden Wahlen nominierten heimischen Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis90/Die Grünen für  Landtags- und Bundestagswahl vorgestellt. Dies sind Angela Dorn und Sandra Laaz für den Landtag und Matthias Knoche für den Bundestag.

Foto: Andreas SchmidtBereits am Nachmittag besuchte Katrin Göring-Eckhard gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch das Kreisjobcenter in Marburg. Dort informierte sie sich über Konzepte und Maßnahmen zur Frauen- und Familienförderung. Das Kreisjobcenter garantiert durch das „integrierte Fallmanagement“ individuelle und passgenaue Hilfen aus einer Hand. Für Arbeitssuchende mit Kindern wurden besondere Projekte ins Leben gerufen, wie z. B. Familienhelferinnen, die unterstützen und auch einspringen, wenn ein Kind krank wird oder eine Kinderbetreuung die sogar Randzeiten abdeckt. Frauenförderung wird seit 2005 konsequent umgesetzt mit dem Erfolg, dass das Kreisjobcenter bei der Integrationsquote von Frauen in den ersten Arbeitsmarkt bundesweit auf Platz 5 und hessenweit sogar auf Platz 1, liegt, wie der zuständige Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern erklärte. Auch bei der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes erreichte Marburg-Biedenkopf hessenweit den ersten Platz. Im Anschluss wurde die Jobakademie für Alleinerziehende besucht, die Arbeitssuchenden Unterstützung bei den Bewerbungen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung anbietet. 59 % der TeilnehmerInnen konnten so im letzten Jahr in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Im Anschluss besuchte Katrin Göring-Eckardt noch die Kulturloge in Marburg, die es mit ihrem Engagement ermöglicht, dass auch sozial schwächere Menschen am kulturellen Leben in diesem Landkreis teilhaben können.

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