Falsche Priorität im Bundesfernstraßenbau – A 49 soll wohl auf Schafweide enden?

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert die heutige Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses der A 49 für den Bauabschnitt von Schwalmstadt bis Stadtallendorf Nord durch Verkehrsminister Posch (FDP).

Für den Weiterbau der A 49 gibt es in den kommenden Jahren kein Geld. Die Kosten für den gesamten Abschnitt übersteigen das finanziell Machbare. Für den nördlichen Bauabschnitt bis Schwalmstadt Geld auszugeben ohne zu wissen, wie es insgesamt weitergehen kann, halten wir für falsch. Daher ist diese verkehrspolitische Fehlplanung aus dem Entwurf für den Bundesfernstraßenbau zu streichen. Es wäre sinnvoller, mit diesem Geld notwendige Ortsumfahrungen zu finanzieren, erklärt Reiner Nau.

Anstatt zu akzeptieren, dass dieses Projekt nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch unsinnig ist wird hier mit dilettantischer Planung von Verkehrsminister Posch weiter sehr viel Geld verbrannt, dass in anderen Verkehsprojekten besser angelegt gewesen wäre, so die Fraktionsvorsitzende Sandra Laaz.

Jetzt wird weiter an einer Autobahn gebastelt, die im Nichts enden wird und die Menschen vor Ort (und auch in Richtung Kirchhain, Ebsdorfergrund und Marburg) künftig noch stärker belastet. Dabei sollten lieber die vorhanden Alternativkonzepte für Ortsumgehungen wie das der Initiative „Schwalm ohne Autobahn“ ernsthaft geprüft werden. Dieses basiert auf der Idee, die vorhanden, gut ausgebauten Strecken als Basis für ein leistungsfähiges Strassennetz zu nutzen.

„Die Millionen, die an dieser Autobahn bisher verbaut wurden, fehlen an allen Ecken und Enden für die Instandhaltung von Straßen  und für eine Entlastung der Menschen durch Umgehungsstraßen. Die Zeit ist reif, umzudenken, sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht. Wir sollten die knappen Ressourcen so einsetzen, dass sie nicht nur der Mobilität, sondern auch den Menschen und der Umwelt nutzen“,

Darüber hinaus ist eine Gefährdung des Trink-, Grund- und Oberflächenwassers durch den Bau der A 49 zu erwarten. Nach den Antworten zu unserer grossen Anfrage in der vorletzen Kreistagssitzung haben wir hier weiter erhebliche Zweifel, dass ein ausreichender Schutz sichergestellt wird, so Reiner Nau.

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