Planungen zur A 49 diskutiert

Am 27.09. trafen in der Marburger Kreisgeschäftsstelle der GRÜNEN VertreterInnen der GRÜNEN Kreisverbände Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Vogelsbergkreis, verschiedener Ortsverbände sowie die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im hessischen Landtag, Karin Müller, zusammen, um den aktuellen Stand der Planungen der A 49 zu erfahren und über das weitere Vorgehen gegen den eingeleiteten Ausbau zu diskutieren.
Als Berater waren VertreterInnen der Aktionsgemeinschaft „Schutz des Ohmtals“, Schwalm ohne Autobahn, sowie örtliche RepräsentantInnen vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) anwesend.

 

Margitta Braun, Fraktionsvorsitzende derGrünen in Schwalmstadt gab einen Überblick über die aktuelle Situation im Bereich Neuental – Schwalmstadt (VKE 20), den Baufortschritt und die Finanzierung, aber auch über Formen des Widerstandes wie die Errichtung einer Pyramide im Rahmen des Kunstweges 49a, als Gegenpol zu einem A49 Brückenbauwerk.

 

Für den Bereich Schwalmstadt – Stadtallendorf (VKE 30) informierten Reiner Nau aus Kirchhain und Reinhard Forst aus Amöneburg über das laufende Planfeststellungsverfahren und die Ablehnung des abschnittsweisen Ausbaus durch die anliegenden Kommunen. Die Bundesmittel zur Finanzierung dieses Teilabschnittes sind ungeklärt.

 

Wichtiger Diskussionspunkt war der Bauabschnitt Stadtallendorf – Gemünden (VKE 40, Anschluss A5), dessen Planfeststellungsverfahren voraussichtlich noch lange andauern würde, da erhebliche Mängel im Verfahren festzustellen seien.

Es besteht also keine Rechtssicherheit für die Realisierung des Streckenabschnittes und auch aufgrund der gerade in den letzten Wochen zusammengestrichenen Mittel für den Ausbau von Fernverkehrsverbindunggen auf Straße und Schiene scheint die Realisierung dieses Abschnittes in weite Ferne zu rücken.

 

Haben wir also bald die Situation, dass die A 49 wie bisher in Neuental zukünftig in Schwalmstadt oder Stadtallendorf endet? Die Gegner des Ausbaus der A 49 haben ein Konzept  der Entwicklung des Straßennetzes in der Region Schwalm – Ohm entwickelt, das den Verkehr unter Nutzung vorhandener gut ausgebauter Strecken als Basis für ein leistungsfähiges Straßennetz nutzt. Durch die Auffächerung der Verkehrsströme auf gleichberechtigte Achsen, Realisierung von Ortsumgehungen und Schaffung von Verbindungsstrecken  zur Stärkung des Netzes bleibt der Ausbau der A 49 überflüssig. Auch dieses Konzept wurde auf der Versammlung vorgestellt und diskutiert.

Neben der Prüfung rechtlicher Mittel wurde erörtert, welche Maßnahmen die GRÜNEN auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ergreifen sollten. Ausgehend von den derzeitigen Geschehnissen muss auf die Auswirkungen eines Autobahnendes bei Schwalmstadt oder Stadtallendorf auf unsere Region hingewiesen werden. Besonders dramatisch wäre es in den Ortsdurchfahrten beider Städte aber auch die Verkehrswege Richtung Kirchhain, Ebsdorfergrund und Marburg. Ebenso sind die Ungereimtheiten und Fehler, die sich im Planungsverfahren für den Bereich VKE 40 zeigen, öffentlich zu machen, sowie die finanziellen Herausforderungen abzuwägen.

 

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